Teil 2: Technik und Planung
Bad Honnef. Fertighäuser kommen aus serieller Fertigung. Dennoch werden sie nach den individuellen Wünschen der Baufamilie geplant und schließlich zukunftssicher mit moderner Technik ausgestattet. Dafür bilden die Unternehmen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) Fachkräfte aus, die das serielle Bauen von Grund auf erlernen und selbst mitgestalten. Das bietet jungen Menschen mit erfolgreicher Berufsausbildung ausgezeichnete Zukunftschancen.
Der moderne Holz-Fertigbau ist Pionier und Vorreiter für serielles Bauen. Immer öfter kommt die Bauweise über den Ein- und Zweifamilienhausbau hinaus auch in neuen Geschäftsfeldern wie dem mehrgeschossigen Wohnungs- und Objektbau, bei der innerstädtischen Nachverdichtung oder auch bei Sanierungsprojekten zum Einsatz. Das erfordert Fachwissen rund um die Planung, Konstruktion und Architektur dieser Gebäude.
Neben einer akademischen Ausbildung zum Architekten, Bauingenieur & Co. ist auch eine praxisorientierte Berufsausbildung möglich, etwa zum Bauzeichner mit Fachrichtung Architektur/Ingenieurbau oder auch als technischer Systemplaner, der sich auf die Versorgungs- und Ausrüstungstechnik des Gebäudes (TGA) oder auf die elektrotechnischen Systeme spezialisieren kann.
„Ein Großteil der Gebäude in zukunftsweisender Holz-Fertigbauweise wird schlüsselfertig ausgeführt und zuvor mit eigenen Fachkräften geplant und konstruiert“, erklärt Achim Hannott, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). Dies erfordere Erfahrung und großes Know-how über die gesamte Wertschöpfungskette und immerzu gut ausgebildeten Branchennachwuchs.
Die Fertigbauunternehmen arbeiten Hand in Hand mit den Herstellern technischer Gebäudeausstattung wie Wärmepumpen und Lüftungsanlagen oder auch Smart Home-Systemen, Photovoltaikanlagen und Wallboxen. „Mit dem Ziel größtmöglicher Energieeffizienz, Wohnkomfort und Sicherheit werden die Gebäudekonstruktionen im Holz-Fertigbau passgenau auf die technischen Komponenten abgestimmt. Das schafft die Grundlage für zukunftssicher geplante und ausgestattete Gebäude“, so Hannott.
Weitere technische Berufe mit Bezug zum Fertigbau, die vereinzelt in den Unternehmen vorkommen bzw. ausgebildet werden sind Vermessungstechniker, Baustoffprüfer und Produktdesigner. „Mit ihrem Arbeitseinsatz und ihrer Expertise in den verschiedenen Aufgabenbereichen leisten Auszubildende und Facharbeiter in den Fertighausunternehmen einen wichtigen Beitrag zum persönlichen Traumhaus jeder Baufamilie und zu jedem neuen Referenzobjekt für das serielle Bauen“, schließt Hannott. BDF/FT
Bild 1: Fachplaner im Holz-Fertigbau sind Experten für serielles Bauen. Foto: BDF/Fertighaus WEISS
Bild 2: Mensch und Maschine sorgen gemeinsam für Präzision und Perfektion im Fertighausbau. Foto: BDF/WeberHaus
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