Bad Honnef. Richtig geplant bietet ein Hausbau am Hang schöne Möglichkeiten für ein langfristig sicheres und komfortables Eigenheim. Die Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF) gibt drei Planungstipps für den Unterbau, den Grundriss und das Drumherum auf einem Hanggrundstück.
Mit einem Fertigkeller sicher in den Hang hinein bauen
Je steiler der Hang, desto weniger Sinn macht es, ohne Keller zu bauen. „Grundsätzlich lohnt sich ein Keller aber auch schon bei leichter Hanglage, da er ein Plus von bis zu 40 Prozent an Wohnfläche und zusätzlichen Wohnkomfort schafft“, erklärt Kellerexpertin Birgit Scheer vom GÜF-Unternehmen MB Effizienzkeller aus dem rheinland-pfälzischen Waldmohr. Um den erhöhten Anforderungen auf einem Hanggrundstück zu begegnen, werden Fertigkeller individuell geplant und industriell aus wasserundurchlässigem WU-Beton vorgefertigt. Sie bieten eine sichere Statik und einen effektiven Schutz vor drückender Nässe und Feuchtigkeit im erdberührten Bereich des Bauvorhabens. „Höchste Sicherheit bietet ein Untergeschoss mit dem RAL-Gütezeichen ‚Fertigkeller‘, denn es steht für eine fundierte Expertenplanung etwa in den Bereichen Statik, Entwässerung und Hangabsicherung“, so Scheer. Hinzu kommen Serviceleistungen wie eine Festpreisgarantie und eine vertraglich bindende, kurze Bauphase. „Fertigkeller bieten auf so ziemlich jedem Baugrundstück einen sicheren Unterbau für das Haus – in leichten und auch in steilen Hanglagen“, sagt die Kellerexpertin.
Vorteile eines Hanggrundstücks beim Grundriss berücksichtigen
Ein Vorteil vieler Hanggrundstücke ist der unverbaubare Blick in Richtung Tal. Daher empfiehlt es sich, den Grundriss des Kellers und des Hauses so zu planen, dass diese wohltuende Fernsicht größtmöglichen Wohnkomfort bietet. „Gerade für den Keller gilt: Wohnräume auf die Hangseite, Nutzräume auf die Bergseite“, fasst Birgit Scheer zusammen. So lasse sich nicht nur vom Ausblick, sondern auch von reichlich natürlichem Tageslicht profitieren – ganz besonders an einem Südhang. Die Sonne kann hier die Kellerräume zum Wohnen, Schlafen und Arbeiten oder auch für eine Wellness-Oase erhellen und wahlweise auch erwärmen. Dagegen kommt man im Technikraum und in der Abstellkammer auf der Bergseite des Gebäudes mit weniger Tageslicht gut aus. Zu beachten ist, dass sowohl die Himmelsrichtung als auch die Seite, von der das Grundstück erschlossen und an die Straße angebunden wird, großen Einfluss auf die beste Grundrissplanung haben. Bei einer Zufahrt von der Hangseite etwa wird dort gerne auch eine Garage im Kellergeschoss platziert.
Durchdachte Drumherum-Planung für den Hausbau am Hang
Für den Garten am Hang kann es sich anbieten, terrassenartig zu planen. Mit schönen Aufenthaltsbereichen und einladenden Hauseingängen auf verschiedenen Ebenen. Gerne wird ein moderner Fertigkeller sogar als separate Wohneinheit ausgelegt. Umso wichtiger sind dann separate Eingänge und Zonen. Eine ebenerdige Sonnenterrasse mit Weitblick vor dem Kellergeschoss verbindet das Innere der Souterrainwohnung auf Wunsch direkt mit dem Garten. Für die obere Wohnung bietet sich eine Terrasse zum Beispiel neben dem Haus an, die ebenfalls den Blick in die Ferne ermöglicht. „Vorteile kann die Hanglage – insbesondere bei südlicher Ausrichtung – nicht zuletzt auch für solare Energiegewinne mit einer Photovoltaikanlage bieten“, sagt Kellerexpertin Scheer und rät abschließend, bei der Gebäudeplanung auf den verschiedenen Möglichkeiten jedes Grundstücks aufzubauen, statt mit der Vision des vermeintlichen Traumhauses allzu lange auf Grundstückssuche zu gehen. GÜF/FT
Bild: Ein Hausbau am Hang bietet Möglichkeiten, die bei richtiger Planung zum großen Vorteil gereichen. Foto: GÜF/FingerHaus/Katharina Jäger
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