Die Hybrid-Bodenplatte von Glatthaar Keller ersetzt einen Großteil des Bewehrungsstahls und verbessert die CO2-Bilanz deutlich.
Wenn Familien ihr Traumhaus planen, steht eine Frage immer häufiger am Anfang: Wie errichten wir ein eigenes Zuhause, das Geborgenheit und Nachhaltigkeit in Einklang bringt? Der Blick richtet sich dabei nicht nur auf Dämmung, Heizsystem oder PV-Anlage, sondern immer öfter auf das Fundament, auf dem später alles steht. Die neu entwickelte Hybrid-Bodenplatte von Glatthaar Keller setzt genau hier an: Bei der Basis für das Eigenheim, das ökologischen Anspruch und wirtschaftliche Vernunft verbindet. Mit dieser zukunftsweisenden Lösung leisten Baufamilien einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Hybrid-Konstruktion als Schlüsseltechnologie
Die Innovation steckt im Inneren der Bodenplatte: Statt das Bauteil ausschließlich mit Stahl zu bewehren, setzt Glatthaar Keller auf eine spezielle Polymerfasertechnologie. Dabei übernehmen Kunststofffasern einen Großteil der Bewehrungsaufgaben und ersetzen – je nach Projekt – zwischen 50 und 65 Prozent des Stahls. Während eine klassische Bodenplatte bislang rund 12 Kilogramm Stahl pro Quadratmeter benötigt, genügen bei der Hybrid-Lösung etwa 5 Kilogramm Stahl pro Quadratmeter und etwa 0,8 Kilogramm Fasern pro Quadratmeter, um die gleiche Stabilität zu erreichen. Im Entwicklungsprozess hat Glatthaar Keller dieses Verhältnis exakt berechnet, um die statischen Anforderungen optimal zu erfüllen.
Weniger Stahl und viel weniger CO₂
Wie stark sich das aufs Klima auswirkt, zeigt ein Beispiel: Für eine Bodenplatte von 100 Quadratmetern verursacht die herkömmliche Stahlbewehrung rund 994 Kilogramm CO₂-Äquivalente, die Bewehrung einer Hybrid-Bodenplatte hingegen nur 572 Kilogramm CO₂-Äquivalente. Durch die deutliche Reduktion des Stahlbedarfs sinkt das Treibhausgaspotenzial um etwa 42 Prozent. Die vermiedenen Emissionen beinhalten sowohl die Materialherstellung als auch die vermiedenen Transportwege: Muss weniger Stahl zur Baustelle transportiert werden, verbessert auch das die CO2-Bilanz des Traumhauses. „Baufamilien, die diese innovative Lösung nutzen, verankern Klimaschutz also buchstäblich im Fundament“, unterstreicht Dirk Wetzel, Geschäftsführer bei Glatthaar Keller.
Praxisbeispiel aus dem Bildungsbau
Ein aktuelles Projekt von AUDERE zeigt die Leistungsfähigkeit der innovativen Bauweise unter realen Bedingungen: Beim KiTa-Ersatz- und Erweiterungsbau in Munster-Breloh wird die Hybrid-Bodenplatte erfolgreich eingesetzt. Dabei konnten rund 8,6 Tonnen Bewehrungsstahl eingespart und die CO₂-Emissionen um etwa 33,5 Prozent gegenüber einer konventionellen Lösung reduziert werden. Gleichzeitig sorgt die optimierte Betonzusammensetzung bei rund 227 m³ verbautem Material für eine langlebige und widerstandsfähige Konstruktion. Das Projekt macht deutlich, wie sich nachhaltige Effekte bereits in einer frühen Bauphase messbar realisieren lassen.
Langlebigkeit und Sicherheit für das Familienhaus
Die Hybrid-Bodenplatte verbessert jedoch nicht nur die Umweltbilanz, sie bietet auch technische Vorteile, die sich über Jahrzehnte auszahlen. Die Hybridbauweise bietet eine verbesserte Dauerhaftigkeit und Dichtigkeit, die Bodenplatte bleibt widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse. Selbst bei schlankeren Querschnitten besteht keine Korrosionsgefahr im Bauteil. Das optimiert die Haltbarkeit des Fundaments bei einem Neubau auch für spätere Generationen.
Bessere Arbeitsbedingungen auf der Baustelle
Auch auf der Baustelle zeigt sich der Systemwechsel: Die Kunststofffasern werden bereits im Betonwerk beigemischt, die Mitarbeiter vor Ort müssen weniger schwere Stahlmatten tragen und verlegen. Das erleichtert die Tätigkeit der Fachkräfte, reduziert Unfallrisiken und beschleunigt den Bauablauf. Nachhaltigkeit bedeutet hier also nicht nur Klimaschutz, sondern auch mehr Gesundheitsschutz und Effizienz.
Ein Fundament, das Verantwortung übernimmt
Wenn sich eine Familie heute den Traum vom eigenen zuhause erfüllt, dann reichen die damit verbundenen Entscheidungen auch weit in das Leben der eigenen Kinder hinein. Die Hybrid-Bodenplatte von Glatthaar Keller verkleinert den ökologischen Fußabdruck des neuen Einfamilienhauses dort, wo er bislang kaum beachtet wurde: ganz unten. Sie reduziert CO₂-Emissionen bei der Bewehrung der Bodenplatte, schont Ressourcen, optimiert die Lebensdauer des Fundaments und verbessert die Bedingungen auf der Baustelle. So entsteht ein Zuhause, das nicht nur Geborgenheit bietet, sondern auch zeigt, dass Verantwortung für kommende Generationen beim Fundament beginnt.
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