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03.04.2019
Innerstädtische Holzbauten sind auf dem Vormarsch:

Stommel baut sechs Mehrfamilienhäuser

Bad Honnef/Jülich. Am Wallgraben hinter der historischen Zitadelle in Jülich schießen gerade dreigeschossige Mehrfamilienhäuser in die Höhe. Nur eine Woche vergeht, bis der Hersteller Stommel Haus ein weiteres Stockwerk errichtet hat. Zwei von sechs neuen Dreigeschossern sind bereits bezugsfertig oder schon bewohnt. Aktuell wird der dritte Holz-Beton-Hybrid aufgebaut. "Jedes Wandelement aus Holz wird in unserem Werk in Neunkirchen-Seelscheid vorgefertigt und just in time 100 Kilometer nach Jülich geliefert", sagt Ralf Stommel.

Der Geschäftsführer ist überzeugt, dass die bei Einfamilienhäusern längst bewährte Fertigbauweise ihre Vorteile auch bei größeren Bauvorhaben ausspielen kann und beweist dies gerade nicht nur in Jülich. "Die industrielle und witterungsunabhängige Vorfertigung von Bauteilen verkürzt die Bauphase und bringt Herstellern und Bauherren - in Jülich ist dies der Bauprojektentwickler Rurbau GmbH - größtmögliche Planungssicherheit." Während Haus Nummer drei aktuell errichtet wird, laufen bereits die Arbeiten an Haus Nummer vier an. Im kommenden Mai beginnt Stommel Haus damit, den vorbereiteten Betonkern für Aufzugs- und Treppenhausschacht mit Außen- und Innenwänden aus dem Naturmaterial Holz zu umbauen. Bei den Decken handelt es sich um Holz-Beton-Verbbunddecken, die den rechtlichen Vorgaben beim Brand- und Schallschutz entsprechen. Jeweils drei der sechs Mehrfamilienhäuser erhalten den gleichen Grundriss. Bei der Ausstattung der insgesamt 45 Miet- und Eigentumswohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 3.600 Quadratmetern werden auch individuelle Wünsche geäußert - und erfüllt.

"Wir übergeben die Häuser allesamt schlüsselfertig. Pro Haus dauert das mit Innenausbau und allem Drum und Dran sechs bis sieben Monate", so Ralf Stommel. Haus Nummer drei und vier sollen noch in diesem Jahr abgenommen werden. 2020 folgen die letzten beiden Mehrfamilienhäuser. Ein bereits entkernter Altbau muss dafür noch abgerissen werden. "Bei den Abriss- und Erdarbeiten schauen auch Archäologen wegen der nahegelegenen Zitadelle gerne genauer hin. Bislang wurden aber noch keine verlorenen Schätze wiedergefunden", sagt der Geschäftsführer und schmunzelt. Ebenfalls nicht alltäglich für den Fertighaushersteller ist die in Jülich geltende Erdbebenzone 3. Dies machte Beton-Fundamente von bis zu einem Meter Dicke erforderlich. "Jedes Bauvorhaben hat seine individuellen Herausforderungen, für die wir gemeinsam mit Tiefbauern, Ingenieuren und Architekten Lösungen finden müssen. In Jülich können wir unsere Lösungen und Abläufe sogar von Haus zu Haus weiter optimieren", so Stommel. Der Aufwand für Planung und Produktion jedes Mehrfamilienhauses entspricht in etwa fünf Einfamilienhäusern des Unternehmens. Hiervon werden in der Regel 65 bis 70 Stück pro Jahr gebaut.

Aber aktuell haben die Großprojekte bei Stommel Haus und seinen 50 Mitarbeitern Hochkonjunktur: Neben den Arbeiten in Jülich stehen demnächst der Neubau eines Kindergartens mit 600 Quadratmetern Grundfläche in Neuenrade im Sauerland sowie die Aufstockung eines Wohnhauses direkt am Rhein in Köln-Deutz an. Dort soll eine Penthouse-Wohnung mit circa 135 Quadratmetern Wohnfläche und Blick auf die Kranhäuser und den Dom entstehen. "Die Holz-Fertigbauweise ist ideal auch für Dachaufstockungen geeignet. Das Baumaterial ist vergleichsweise leicht und die Nutzungseinschränkung beziehungsweise Belastung im Bestandsgebäude und rundherum wird dank der kurzen Bauzeit minimiert", erklärt Achim Hannott, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). Ralf Stommel ist sich sicher: "Die lange Zeit unscheinbare Dachfläche wird bald schon eine der attraktivsten Wohnungen in ganz Köln beheimaten - wegen der Aussicht, aber auch wegen dem angenehmen und spürbar wohltuenden Wohnerlebnis in einem Holzbau." BDF/FT

Bild 1: In Jülich entstehen sechs Mehrfamilienhäuser in Hybridbauweise. Foto: BDF

Bild 2: Gerade wird das dritte Haus aufgebaut. Foto: BDF

Bild 3: Die ersten beiden Häuser sind bereits bewohnbar. Foto: BDF

Weitere Infos zur modernen Holz-Fertigbauweise unter www.fertighauswelt.de.

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Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.
Tel. 02224 / 9377 -19
c.windscheif@fertigbau.de

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