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BDF Technikertagung 2016 - Stromberg

Techniker Tagung 2016
Die Technikertagung des BDF hat sich als übergreifende Plattform und willkommener Austausch aller technischen Fachkreise im Holzfertigbau fest etabliert und gibt Orientierung über die wichtigsten technischen Themen und Trends im Holzfertigbau. Im Jahr 2016 fand die Technikertagung im rheinland-pfälzische Stromberg statt. An zwei Tagen wurde den Teilnehmern von den gastgebenen Unternehmen, Braas und Schiedel ein hochinteressantes Programm geboten:

Vortragsprogramm am Donnerstag, 21. April 2016
Als erster Referent des Tages sprach Herr Prof. Jörn-Peter Lass von der Hochschule Rosenheim, Studienrichtung "Technik der Gebäudehülle", über die vielfältigen Anforderungen der Gebäudehülle unter den Gesichtspunkten Architektur, Bauphysik, Normen, Klimaveränderungen sowie Integration von PV und TGA berichten. Anschließend berichtete Herr Horst Pavel, Leiter der Anwendungstechnik der Braas GmbH, über die gestiegenen Anforderungen durch den Klimawandel an das geneigte Dach sowie die energetischen Erfordernisse und den sich daraus ergebenen Handlungsbedarf für Hersteller und Verarbeiter zur Sicherstellung der allgemeinen anerkannten Regeln der Technik. Herr Burkhard Kehm, Leiter Technik bei der Schiedel GmbH & Co. KG, referierte über Anforderungen an Feuerstätten sowie Lüftungsanlagen (zentral und dezentral) und deren alltägliche Probleme (Druckwächter) im gemeinsamen Betrieb. Als letzter Referent des ersten Tages stellte Herr Viktor Preiss, Key-Account-Management Fertighaus bei der Schiedel GmbH, das Codex Fumario Schornsteinlexikon rund um Planung und Einbau von Schornsteinen vor.

Vortragsprogramm am Freitag, 22. April 2016
Der zweite Tag begann mit dem Vortrag von Dipl.-lng. Themas Wehrle von der ERNE AG, Laufenburg (Schweiz). Thema des Vortrags: "Roboterfertigung: Industrie im Rahmen von 4.0 im Holzsystembau". Durch den sich steigernden Komplexitätsgrad von Projekten, der Notwendigkeit der Integration technischer Informationen, steigendem Kostendruck und kurzen Bauzeiten, kommt es zu einer Rationalisierung der Planung, die bis in die Produktion hineinwirkt Durch die Kombination der neuen Technik «Industrie 4.0» mit den heute schon bekannten Instrumenten wie Software, CNC-Technik und der Robotik im Holzbau werden neue Dimensionen der Herstellung von Bauteilen möglich, wie zum Beispiel am Arch_ Tec_Lab der ETH in Zürich.

Die Neuregelungen der Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) und der damit einhergehende Rückzug der BGI 776 "Regeln bei der Montage von Häusern in Holztafelbauart" haben zur Folge, dass einerseits verschärfte Anforderungen gültig werden, andererseits erheblicher Interpretationsbedarf im Hinblick auf die Gefährdungsbeurteilungen diverser Montagetätigkeiten bestehen. Um hier Klarheit für die BDF-Mitgliedsunternehmen zu schaffen, wurde eigens das BDF-Projekt "Absturzsicherheit an Fertighaus-/Fertigkeller-Baustellen" initiiert. Peter Haas, Geschäftsführer der Gesellschaft für Gesellschaft für Management, Organisation und Humankapital mbH (GMOH), hat als externer Berater das Projekt geleitet. Er stellte die Ergebnisse seiner umfangreichen Baustellenbesichtigungen und der daraus erstellten Analysen vor. Walter Meyer, der das Projekt auf Seiten des BDF federführend betreut hat, präsentierte die Ergebnisse und Konsequenzen der BDF-und GÜF-Unfallstatistik und zeigte auf, wie die Fertighausbetriebe unter dem Dach des BDF die Zusammenarbeit auf dem sensiblen Feld der Arbeitssicherheit zukünftig professioneller gestalten können.

Die Neueinstufung von Formaldehyd als "Karzinogen 1 B" (krebserzeugend) und "Mutagen 2" (erbgutschädigend) hat in vielfacher Hinsicht weitreichende Konsequenzen für Betriebe. Walter Meyer ist in der Unit Technik für die Verbändegemeinschaft tätig und hierbei vornehmlich für die Themen Formaldehyd, VOC sowie Arbeits-und Umweltschutz zuständig. Er berichtete in seinem Vortrag die Ergebnisse einiger laufender sowie jüngst abgeschlossener Branchenprojekte, welche Konsequenzen konkret auf die Fertighausbetriebe kurz-, mittel-und langfristig zukommen werden.

Herr Christoph Ley, Geschäftsführer des bundes-und europaweit agierenden Entsorgungsdienstleisters ZENTEK, klärte die Anwesenden darüber auf, welche Anforderungen der neue Referentenentwurf zur Gewerbeabfallverordnung auf sie zukommen und an welchen Stellen ggf. Befreiungsregeln greifen und in welcher Form die in Zusammenarbeit zwischen BDF und ZENTEK ins Leben gerufene überregionale Baustellenentsorgung konkret helfen kann.

Den Abschluss des zweiten Tages bildete der Vortrag von Prof. Dr. Dr. hc. Michael Kleinaltenkamp. Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Kleinaltenkamp ist Professor für Business-und Dienstleistungsmarketing an der Freien Universität Berlin und leitet seit 1992 das Studienprogramm "Executive Master of Business Marketing" (früher: Technischer Vertrieb). Er thematisierte die in der beruflichen Praxis aufgrund komplexer Leistungen und Produkte vielerorts anzutreffenden Konflikte zwischen Technik, Vertrieb und Marketing und zeigte Wege im Hinblick auf die Beantwortung der Frage: "Wie schafft es ein Unternehmen, dass Technik, Marketing und Vertrieb nicht aneinander vorbeireden, sondern sich verstehen und die von ihnen bereitgestellten Informationen so formuliert und kanalisiert werden, dass vor allem der Kunde sie versteht?" auf.

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