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Wirtschaftliche Lage der deutschen Fertigbauindustrie: 2018

Die Politik erkennt immer mehr, dass die Holzbauweisen in die Mitte der Gesellschaft gehören — als nachhaltige Alternative zu metallischen und mineralischen Baumaterialien. Mit seiner Symbiose aus handwerklichem Geschick sowie industrieller Präzision und Perfektion geht der Holz-Fertigbau dabei vorneweg.

Der Marktanteil an den genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern betrug von Januar bis September des Jahres 19,3 Prozent, nach 19,7 Prozent im Gesamtjahr 2017. Der Anteil steigt also in diesem Jahr nicht, hat sich aber oberhalb von 19 Prozent etabliert. Damit wird fast jedes fünfte neu genehmigte Ein- und Zweifamilienhaus in Deutschland inzwischen in Fertigbauweise errichtet.

Im Vergleich der Bundesländer schneidet in diesem Jahr erneut Baden-Württemberg am besten ab. 3.205 neue Fertighäuser entsprechen einem Marktanteil von weit überdurchschnittlichen 33,7 Prozent. Keinen Wechsel gibt es auch auf den Rängen zwei und drei. Hier stehen Hessen und Rheinland-Pfalz mit Fertigbauquoten von 27,6 Prozent beziehungsweise 23,2 Prozent. Die höchste Stückzahl erreicht wieder einmal Bayern: 3.885 neu genehmigte Fertighäuser bedeuten 21,9 Prozent Marktanteil. Damit können der Süden und der Südwesten der Bundesrepublik ihre Spitzenpositionen behaupten. Allerdings verzeichnen gerade die neuen Bundesländer hohe Wachstumsraten bei Fertighäusern und damit einhergehend steigende Marktanteile. In Thüringen und Sachsen-Anhalt etwa stieg sowohl die Anzahl der genehmigten Fertighäuser als auch die Fertigbauquote um jeweils deutlich mehr als zehn Prozent. Und auch in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen entwickelte sich unsere Bauweise stärker als der Gesamtmarkt für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Die allermeisten neu genehmigten Fertighäuser sind überaus energieeffizient. Fast 90 Prozent der Fertighäuser werden als förderfähige KfW-Effizienzhäuser 55, 40 oder 40 Plus realisiert; 78 Prozent werden mit einer Wärmepumpe ausgestattet, 27 Prozent mit einer Photovoltaikanlage und schon 14 Prozent mit einem eigenen Energiespeicher.

Die wichtigsten Zielgruppen sind Familien mit Kindern und Paare mittleren Alters. Mehr als jeder vierte Bauherr ist über 50 Jahre alt.