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07.02.2018
Koalition setzt langjährige Forderung der Fertigbau-Branche um

"Baukindergeld ist eine große Chance für die Wohneigentumsförderung"

Bad Honnef/Berlin. Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag die Einführung eines Baukindergeldes beschlossen. Damit setzt die neue Bundesregierung eine langjährige Forderung des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) um. Seit Jahren macht der BDF darauf aufmerksam, dass Deutschland im internationalen Vergleich zu den Schlusslichtern beim Wohneigentum gehört.

"Mit dem Baukindergeld schafft die Regierungskoalition eine große Chance für eine bessere Wohneigentumsförderung in Deutschland. Das neue Baukindergeld könnte mit seiner langen Laufzeit von 10 Jahren und seiner starken sozialen Komponente sogar wirksamer und zielgerichteter werden, als die 2006 abgeschaffte Eigenheimzulage", so die BDF-Geschäftsführer Achim Hannott und Georg Lange. "Besonders sinnvoll wird das Baukindergeld, wenn die Banken es bei der Finanzierung des Bauvorhabens als zusätzliches Eigenkapital betrachten. Dann können Familien die anhaltende Verteuerung der Baunebenkosten oder die bevorstehende Zinswende tatsächlich abfedern", so Hannott und Lange.

Für junge Familien mit mittleren Einkommen ist es in Deutschland in den letzten Jahren immer schwerer geworden, ihren Wunsch nach einem Eigenheim umzusetzen. Schließlich ist ein Eigenheim auch eine wichtige Stütze für die sichere Altersvorsorge. Neben knappem Bauland sind es dabei oftmals die enormen finanziellen Herausforderungen, die junge Familien davor zurückschrecken lassen, ihren Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen. Die neue Bundesregierung hat nun in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, junge Familien mit mittleren Einkommen tatkräftig beim Bau eines Eigenheims zu unterstützen. Konkret sieht der Beschluss vor, dass der Staat junge Familien pro Kind und pro Jahr über einen Zeitraum von zehn Jahren mit 1.200 Euro unterstützt. Dabei soll das Baukindergeld bis zu einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von 75.000 Euro plus 15.000 Euro Freibetrag je Kind gewährt werden. Eine Durchschnittsfamilie mit zwei Kindern erhält also innerhalb von 10 Jahren eine Fördersumme von 24.000 Euro.

Bleibt noch die in vielen Städten und Kommunen stetig gestiegene Grundsteuer als nicht zu unterschätzende Hürde bei der Entscheidung für ein Eigenheim. Schon seit Jahren beschäftigt sich die Politik mit einer Reform der Grundsteuer. Auch dieses Anliegen unterstützt der BDF, sofern sichergestellt wird, dass die Grundsteuerreform zu keinerlei Mehrbelastungen für einzelne Hausbesitzer führt. Daher befürwortet der BDF den Beschluss der Großen Koalition, wonach künftig nicht genutzte Grundstücke anders besteuert werden können. Aus Sicht des BDF ist dies ein geeigneter Ansatz um dringend benötigtes zusätzliches Bauland zu mobilisieren.

Weitere Informationen unter www.fertighauswelt.de und www.fertigbau.de.

Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.
Tel. 02224 / 9377 -19
c.windscheif@fertigbau.de

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