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Fertighaus von GRIFFNER

Technik & Normung

Unter dem Dach des BDF werden gemeinsame Anstrengungen zur ständigen Verbesserung der Produkte und Innovationen in der Holztafelbauweise unternommen. Die gemeinschaftliche Fortentwicklung der technischen Grundlagen des Fertigbaus im Hinblick auf Produktqualität und Bauökologie sowie die Kooperation bei der Grundlagenforschung, kommt letztlich dem Bauherren zugute. Der Bundesverband initiiert und fördert wissenschaftliche Studien über Baumaterialien, Konstruktionsprinzipien und Bauphysik.

Hohe Anforderungen an Holzwerkstoffprodukte

In den Wand-, Decken und Dachkonstruktionen der Fertighaushersteller sind Holzwerkstoffe ein wichtiger Bestandteil. Diese Plattenwerkstoffe bestehen aus weiterverarbeiteten Holzprodukten, wie Späne und Holzfasern. Spanplatten und grobspanigere OSB-Platten können beispielsweise als Aussteifung für Holztafelelemente eingesetzt werden. Raumseitig können sie auch als Dampfbremse oder luftdichte Ebene dienen. Holzfaserprodukte können als Zwischendämmung und als Teil des Wärmedämmverbundsystems auf der Außenseite verwendet werden.

Da die meisten Holzwerkstoffe in der Nähe zur Innenraumluft zur Anwendung kommen, hat der BDF bereits sehr früh die Notwendigkeit von regelmäßigen Kontrollen erkannt. Das negative Image aus der Vergangenheit haben viele Holzwerkstoffhersteller durch einen höheren Frischholzanteil, weiterentwickelte Klebstoffe und optimierte Produktionsprozesse hinter sich lassen können. Der heutige Stand zeigt, dass es durchaus möglich ist, der Fertighausbranche schadstoffarme Ausgangsmaterialien zur Verfügung zu stellen.

Die Verwendung von formaldehyd- und schwermetallarmen Holzwerkstoffen ist seit Jahren eine feste Anforderung an die BDF-Unternehmen. Diese schließen sich seit 1989 zur Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) zusammen und haben sich mit der Problematik der Formaldehyd- und Holzschutzmittelbelastung bereits zu Beginn auseinandergesetzt. Seit 2003 verwenden die QDF-Unternehmen in Innenräumen ausschließlich Holzwerkstoffe, deren Formaldehydgehalt einen Wert von 0,03 ppm nicht überschreitet. Dieser Grenzwert liegt 70% unterhalb der aktuellen gesetzlichen Vorgabe.

Um den Unternehmen Zeit und Mühe zu sparen, stellt die BDF-Geschäftsstelle Produkte, die den Anforderungen der QDF entsprechen in der sogenannten QDF-Positivliste zusammen und veröffentlicht diese zweimal jährlich. Im Vorfeld prüft der BDF stellvertretend für seine Mitglieder die eingereichten Analyseergebnisse der Holzwerkstoffhersteller. Die Aufnahme in die Liste ist für die Unternehmen freiwillig und kostenfrei.

Mittlerweile stellt die QDF-Positivliste einen besonderen Branchenstandard dar. Im Vergleich zu den Anforderungen anderer Umwelt- bzw. Verbraucherschutzsiegel basiert die halbjährliche Veröffentlichung auf wesentlich kleineren Prüfintervallen. Auch über den Kreis der QDF hinaus ziehen Unternehmen und Ingenieurbüros die Liste als vereinfachten Nachweis heran. Holzbaubetriebe, die das RAL Gütezeichen Holzhausbau tragen, können die in den RAL Bestimmungen geforderten Formaldehydgrenzwerte ebenfalls mithilfe der BDF-Liste erfüllen. Selbst bei öffentlichen Ausschreibungen kommt die Positivliste bereits zum Einsatz.

Einmalig in der Branche ist jedoch, dass die QDF-Unternehmen ihre eingesetzten Holzwerkstoffe ebenfalls prüfen lassen. Mit dieser Gegenprobe wird die Anzahl der stichprobenartigen Analysen um ein Vielfaches erhöht und sichert die Unternehmen zusätzlich ab. Um den Formaldehydgehalt in den Gebäuden feststellen zu können, untersuchen die Unternehmen zusätzlich einmal jährlich die Innenraumluftqualität. Auf diese Weise kann festgestellt werden, ob die eingesetzten Holzprodukte auch im Verbund und im bezugsfertigen Zustand die Anforderungen der QDF erfüllen.